Vereinsprofil
Kurzprofil: Flyer
Um das Profil der nahezu 50 Liebhabermusikerinnen und -musiker im CBK zu erfassen, muss man schon einen Spagat machen, um nichts zu überspringen. Folgende Betrachtungsweisen lassen sich bilden:
1. Verein nach bürgerlichem Recht
Rein äußerlich ist der CBK ein Musikverein, wie man sie in Baden-Württemberg vielerorts antrifft. Musikalischer Leiter ist der Dirigent. Ihm stehen ein Musikbeirat und zwei Notenwarte zur Seite. Im Vertretungsfalle übernimmt die Vize-Dirigentin die Arbeit des Orchester-Chefs. Der Vorstand leitet die Geschäfte.
Der Musikbeirat wird satzungsgemäß von der Musikerversammlung gewählt. Dort stellt der Dirigent innovative Ideen und Programmvorschläge vor und bespricht diese mit dem Auswahlgremium. Damit ist gewährleistet, dass nahezu alle Instrumentalisten vertreten sind und viele Interessen berücksichtigt werden können. Projekte der Vergangenheit waren ein Jubiläumskonzert im Wilhelma-Theater der Landeshauptstadt, Teilnahme beim Wertungsspiel auf Landesebene in Ehingen und Bundesebene in Friedrichshafen im Jahr 2001 oder ein Muttertags-Konzert im großen Kursaal Bad Cannstatt. Viele Ideen sind in diesem Gremium bereits entwickelt worden und warten nur noch auf die Umsetzung.
Die Vereinsführung geschieht nach Bürgerlichem Recht und ist in der Satzung des CBK verankert. Vorstand, Geschäftsführer, Schriftführer und deren Vertreter bilden die Vorstandschaft. Erfreulicherweise werden alle musikalischen Ziele einstimmig unterstützt. Diese homogene Vereinsführung hat sich in den letzten Jahren bestens bewährt. Damit ist auch für alle aktiven Vereinsmitglieder ein großes Vertrauensverhältnis gewachsen. Dieses wiederum wirkt sich auf die musikalische Arbeit mit dem Dirigenten und dem Orchester überaus positiv aus. Bestes Beispiel ist das Ergebnis beim Wertungsspiel für Konzertmusik in Friedrichshafen: Der CBK erreichte die Note "ausgezeichnet".
2. Die Altersstruktur geht von 15 bis 80 Jahre
Selten findet man eine vergleichbar breit gefächerte Altersstruktur, die Jungmusiker ab der Leistungsstufe D 1 im Hauptorchester aufweist. Dies liegt daran, dass zur Zeit kein Jugendorchester gebildet ist. Da jedoch alle Auftritte so ausgewählt werden, dass Jugendliche mitspielen können, ist diese frühe Integration richtungsweisend. Der Schwerpunkt der Arbeit ist in der Erwachsenenbildung angesiedelt. Die Orchesterspieler kommen nach Schule, Arbeit und Beruf jeden Donnerstagabend um 19.30 Uhr im Probelokal in Steinhaldenfeld zusammen. Nach einem intensiven Übungsabend, in der Regel zwei Stunden mit einer kurzen Pause, bleibt genügend Raum für das gesellige Beisammensein. Auch diese Runden stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl, das im CBK sehr stark ausgeprägt ist. Die Integration von Familienangehörigen in der zweiten Generation ist beispielhaft.
3. Musikhochschulstudenten und Autodidakten
Erfreulicherweise finden gelegentlich auch Musikstudenten den Weg in den CBK. Meistens stammen diese aus einem Musikverein und suchen den Anschluss an ein Amateurorchester in Stuttgart. Realisierbar ist dies letztendlich aufgrund der Aufgeschlossenheit aller Musikerinnen und Musiker. Insgesamt betrachtet ist der Ausbildungsstand sehr unterschiedlich. Von Autodidakten bis zu qualifiziert ausgebildeten Instrumentalisten ist die gesamte Bandbreite wie in anderen Laien-Ensembles vertreten. Weiterbildungsmaßnahmen erfolgen nach den Richtlinien des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg.
4. Vereinstradition mit musikalischen Visionen
2009 wurde das 35-jährige Bestehen gefeiert. Von „alt hergebrachter“ Tradition kann also keine Rede sein. Möglicherweise liegt auch in dieser Tatsache die dynamische, jugendliche und erfolgreiche Weiterentwicklung begründet. Kein Musikstil wird ausgegrenzt. Sogar Barock oder Romantik (!) kann der Dirigent auflegen, und die Holz- und Blechbläser machen sich mit Enthusiasmus ans Werk. Sehr gut besuchte Kirchenkonzerte in der Vergangenheit beweisen dies. Sogar die Stuttgarter Zeitung hat schon Feuilletonisten zu den Konzerten entsandt. Für den Beginn des 21. Jahrhunderts sind die Ziele fixiert: Freude am Musizieren und musikalische Erfolge in der Oberstufe.